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AurelLazar

Leistung · Lehmputz

Lehmputz im Saarland

Lehm ist der älteste Putz, den es gibt, und einer der wenigen, der nach dem Trocknen nicht chemisch abbindet, sondern nur physikalisch fest wird. Das klingt nach einem Nachteil und ist in Wahrheit sein größter Vorteil: Man kann ihn jederzeit wieder anfeuchten und ausbessern. Wir arbeiten Lehmputz im Altbau und im Neubau, im ganzen Saarland.

Lehmputz — Ein Baustoff, der Feuchte aufnimmt und wieder abgibtEigenes Projekt
Unterputz, Feinputz und Oberflächen — von Merzig bis Trier und Saarbrücken.

Ein Baustoff, der Feuchte aufnimmt und wieder abgibt

Lehm reguliert die Luftfeuchte im Raum, bindet Gerüche und riecht selbst nach nichts. Er ist weicher als Gips, verzeiht also weniger Stöße — dafür lässt er sich jederzeit anfeuchten und ausbessern. Wer Altbau saniert, sollte ihn zumindest angeschaut haben.

  • Lehmunterputz und Lehmfeinputz
  • Auf Ziegel, Holz und Lehmbauplatten
  • Gefilzt, geglättet oder mit Struktur
  • Feuchteregulierend, ohne Chemie
Lehmputz — nachher
Lehmputz — vorher
VorherNachherGleiches Objekt, anderer Winkel

Vergleich und 4 Aufnahmen von eigenen Baustellen · antippen zum Wechseln

Im Detail

Worauf es ankommt.

Der Teil, den man am fertigen Ergebnis nicht mehr sieht — und der trotzdem darüber entscheidet, wie lange es hält.

Was Lehm im Raum tatsächlich macht

Lehm nimmt Feuchtigkeit aus der Raumluft auf, speichert sie und gibt sie wieder ab, sobald die Luft trockener wird. Dadurch schwankt die Raumfeuchte weniger stark — im Schlafzimmer merkt man das nachts am deutlichsten. Weil er offen bleibt, sperrt er nichts ein, was aus der Wand heraus muss. Das ist im Altbau der entscheidende Punkt: Eine alte Wand aus Bruchstein oder Vollziegel braucht einen Putz, der Feuchte durchlässt. Dazu kommt die Masse, denn schwere Bauteile puffern Temperatur. Und er bindet Gerüche, ohne selbst zu riechen. All das funktioniert nur, wenn er offen bleibt — eine dichte Dispersionsfarbe darüber macht die Wirkung zunichte.

Untergrund und Aufbau

Lehm haftet über Verzahnung, nicht über chemische Bindung. Der Untergrund muss ihm also etwas zum Festhalten geben. Auf rauem Ziegel oder Bruchstein geht das direkt. Auf Holz, Lehmbauplatten oder glatten Flächen kommt ein Putzträger dazu — Schilfrohrmatte, Streckmetall oder Gewebe. Aufgebaut wird in zwei Schichten: ein grober Lehmunterputz, der die Fläche in die Ebene bringt und in den bei Bedarf ein Gewebe eingebettet wird, danach ein Lehmfeinputz mit feinem Korn für die Oberfläche. Zwischen beiden Lagen muss der Unterputz durchtrocknen, sonst reißt der Feinputz. Trocknen heißt bei Lehm wirklich trocknen: Es verdunstet Wasser, mehr passiert nicht.

Wo die Fehler passieren

Der klassische Fehler ist die falsche Farbe obendrauf. Wer eine dichte Kunststoffdispersion über Lehmputz rollt, hat die Feuchteregulierung abgeschaltet und einen teuren, gewöhnlichen Putz. Auf Lehm gehören Lehmfarbe, Kalkfarbe oder Silikatfarbe. Zweiter Fehler: zu schnelles Trocknen. Heizlüfter und Zugluft lassen die Oberfläche schneller schwinden als den Kern, dann steht ein Netz feiner Schwindrisse in der Fläche. Dritter Fehler: zu dick in einer Lage, denn Lehm schwindet beim Trocknen, und je dicker die Schicht, desto stärker. Vierter Fehler: Lehm dort einsetzen, wo dauerhaft Spritzwasser hinkommt — direkt in der Dusche hat er nichts verloren. Im übrigen Bad dagegen funktioniert er gut.

Wo Lehm die richtige Wahl ist und wo nicht

Für Schlafzimmer, Wohnräume und Altbauten mit offener Konstruktion ist Lehm meist die bessere Entscheidung als Gips. Auch dort, wo eine Wand feucht war und wieder abtrocknen soll, ist er sinnvoll, weil er nichts einschließt. Weniger geeignet ist er an stark beanspruchten Stellen: Flure mit Kinderfahrrädern, Kanten in Durchgängen, Werkstattbereiche. Lehm ist weicher als Gips und nimmt Stöße übel — dafür lässt sich eine Druckstelle mit einem feuchten Schwamm und etwas Feinputz beseitigen, ohne dass man sie danach findet. Bei einer Gipsfläche wäre an derselben Stelle eine Spachtelung mit anschließendem Anstrich fällig.

Ablauf

So läuft das ab.

Vier Schritte, wie sie bei lehmputz tatsächlich aufeinanderfolgen.

  1. Untergrund und Haftgrund

    Alten Putz prüfen und abnehmen, wo er hohl liegt. Auf glatten Flächen oder Holz kommt ein Putzträger wie Schilfrohrmatte oder Gewebe.

  2. Lehmunterputz

    Grober Lehm in ausreichender Stärke aufgezogen und in die Ebene gebracht, bei Bedarf mit eingebettetem Gewebe an Übergängen und Anschlüssen.

  3. Trocknen lassen

    Fenster auf Kipp, querlüften, kein Heizlüfter direkt auf die Fläche. Der Unterputz muss durch sein, bevor der Feinputz kommt.

  4. Lehmfeinputz und Oberfläche

    Dünne Feinputzlage, dann gefilzt, geglättet oder mit Struktur abgezogen. Anstrich nur mit Lehm-, Kalk- oder Silikatfarbe.

Wann das ansteht

Typische Fälle.

Vier Situationen, in denen genau diese Arbeit gefragt ist. Wenn Ihre nicht dabeisteht, heißt das nicht, dass sie nicht passt — fragen Sie.

Altbau mit feuchter Wand

Der alte Putz war durch, darunter kam die Feuchte heraus. Lehm baut die Fläche neu auf und lässt die Wand weiter abtrocknen.

Schlafzimmer mit trockener Luft

Im Winter ist die Raumluft zu trocken, im Sommer klamm. Eine Lehmfläche an zwei Wänden puffert diese Schwankung spürbar ab.

Fachwerk und Holzkonstruktion

Zwischen Balken und Gefach braucht es einen Putz, der mit dem Holz arbeitet statt es einzusperren. Putzträger und Lehm gehören hier zusammen.

Neubau mit Anspruch ans Raumklima

Der Bauherr will keine Gipsfläche mit Dispersionsfarbe. Lehmputz auf Lehmbauplatten oder Mauerwerk, mit passender Oberfläche und passendem Anstrich.

Fragen zu Lehmputz

Das werde ich dazu oft gefragt.

  • Er ist weicher als Gips, das stimmt. Ein Stoß hinterlässt eher eine Delle. Der Unterschied liegt in der Reparatur: Stelle anfeuchten, etwas Feinputz auftragen, verfilzen, fertig — man findet sie danach nicht wieder. In stark beanspruchten Bereichen kann außerdem ein festerer Aufbau mit eingelegtem Gewebe gewählt werden.

  • Im Bad ja, in der Dusche nein. Auf Flächen mit direktem Spritzwasser gehört ein dafür ausgelegter Aufbau mit Abdichtung. Der übrige Raum profitiert dagegen von Lehm, weil er die Feuchtigkeitsspitzen nach dem Duschen aufnimmt und anschließend langsam wieder abgibt.

  • Lehmfarbe, Kalkfarbe oder Silikatfarbe — also alles, was offen bleibt. Eine gewöhnliche Kunststoffdispersion verschließt die Oberfläche und nimmt dem Putz genau die Eigenschaft, wegen der man ihn gewählt hat. Wer den Naturton des Lehms mag, kann die Fläche auch ganz ohne Anstrich stehen lassen.

  • In der Regel ja, weil zwischen Unterputz und Feinputz eine echte Trockenzeit liegt und Lehm nur durch Verdunsten fest wird. Wie lange, hängt an Schichtdicke, Jahreszeit und Lüftung. Ich plane das von vornherein ein und sage vorher, mit welchem Zeitraum zu rechnen ist.

Einsatzgebiet

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Der Betrieb sitzt in Merzig, gearbeitet wird im Umkreis von 60 km. Diese Orte fragen die Arbeit besonders häufig an:

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