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AurelLazar

Leistung · Vollwärmeschutz

Vollwärmeschutz und Fassadendämmung im Saarland

Ein Wärmedämmverbundsystem ist kein Anstrich, sondern ein Aufbau aus Kleber, Dämmplatte, Dübel, Armierungsschicht und Deckputz. Jede Lage hat eine Aufgabe, und keine verzeiht, wenn die darunter nicht stimmt. Wir arbeiten Vollwärmeschutz an Einfamilienhäusern, an eingerüsteten Mehrfamilienhäusern und auf größeren Baustellen im Saarland — von der Sockelschiene über die erste aufgeklebte Platte bis zum fertigen Oberputz.

Vollwärmeschutz — Dämmung und Putz als ein Aufbau gedachtEigenes Projekt
WDVS auf Neubau und Bestand — Kleber, Platte, Dübel, Gewebe, Putz.

Dämmung und Putz als ein Aufbau gedacht

Ein Wärmedämmverbundsystem ist kein Anstrich, sondern ein Aufbau aus Kleber, Platte, Dübel, Gewebe und Putz. Jede Lage hat eine Aufgabe, und die Fehler passieren fast immer an den Anschlüssen — Fensterlaibung, Sockel, Dachrand. Genau dort schaue ich zuerst hin.

  • WDVS auf Neubau und Bestand
  • Mineralwolle oder EPS, je nach Wand
  • Armierung, Gewebe und Deckputz
  • Laibungen, Sockel und Dachanschluss
Vollwärmeschutz

9 Aufnahmen von eigenen Baustellen · antippen zum Wechseln

Im Detail

Worauf es ankommt.

Der Teil, den man am fertigen Ergebnis nicht mehr sieht — und der trotzdem darüber entscheidet, wie lange es hält.

Der Aufbau von unten nach oben

Am Anfang steht die Sockelschiene, waagerecht ausgerichtet, denn sie gibt die Linie für die gesamte Fassade vor. Darauf werden die Dämmplatten im Verband geklebt — versetzt wie Mauerwerk, an den Ecken verzahnt, dicht gestoßen. Offene Fugen zwischen den Platten sind Wärmebrücken und werden mit Dämmstoff geschlossen, nie mit Kleber. Nach der Standzeit des Klebers wird gedübelt, im vorgeschriebenen Bild und in der Anzahl, die zu Gebäudehöhe und Windlast passt. Danach kommt die Armierungsschicht: Spachtelmasse auftragen, Armierungsgewebe mit Überlappung einlegen, mit einer zweiten Lage überspachteln, sodass das Gewebe im oberen Drittel liegt. Erst darauf Grundierung und Oberputz.

Die Anschlüsse sind die eigentliche Arbeit

Die Fläche ist der einfache Teil. Aufwendig wird es dort, wo das System endet oder auf ein anderes Bauteil trifft: Fensterlaibung, Rollladenkasten, Fensterbank, Sockel, Dachrand, Balkonplatte. An jeder dieser Stellen braucht es einen definierten Abschluss — Anputzleiste mit Dichtband am Fensterrahmen, Gewebeeckwinkel an den Laibungskanten, Diagonalarmierung an den Fensterecken, wo die Spannung sitzt. Am Sockel wechselt das Material, dort gehört ein Dämmstoff hin, der Erdfeuchte verträgt. Am Dachrand muss die Dämmung sauber unter die Verblechung geführt werden. Wer diese Punkte übergeht, hat nach zwei Jahren Risse und Feuchtespuren genau dort — und nicht in der Fläche.

Wo die Fehler passieren

Der häufigste Fehler sind zu wenige oder falsch gesetzte Dübel. Wird der Dübelteller zu tief eingeschlagen, drückt er die Platte ein, und die Stelle zeichnet sich später im Streiflicht als Punktraster in der Fassade ab. Zweitens: Kleber nicht nur in Punkten auftragen, sondern zusätzlich als Randwulst, sonst wandert Luft hinter der Platte. Drittens liegt das Gewebe zu weit unten in der Spachtelmasse — es gehört ins obere Drittel und nicht direkt auf die Dämmplatte, sonst kann es keine Spannung aufnehmen. Viertens fehlt die Diagonalarmierung an den Fensterecken; von dort läuft der erste Riss diagonal weg. Und fünftens ein zu dunkler Farbton, der die Beschichtung überhitzt.

Welche Dämmung an welche Wand

Die gängigen Platten sind EPS, also Polystyrol, und Mineralwolle. EPS ist leichter, günstiger und einfacher zu verarbeiten. Mineralwolle ist nicht brennbar, schwerer und diffusionsoffener — und in bestimmten Gebäudehöhen und an bestimmten Stellen ohnehin gefordert, etwa als Brandriegel über Öffnungen. Welche Stärke sinnvoll ist, hängt am vorhandenen Wandaufbau und daran, ob eine Förderung im Spiel ist, die eine bestimmte Dämmleistung verlangt. Wichtig ist außerdem der Blick auf die Details, die durch die neue Dicke wandern: Fensterbänke werden länger, Dachüberstände knapper, Außensteckdosen und Leuchten müssen aufgefüttert werden. Das plane ich vorher durch, nicht erst am Gerüst.

Ablauf

So läuft das ab.

Vier Schritte, wie sie bei vollwärmeschutz tatsächlich aufeinanderfolgen.

  1. Wand prüfen, Sockellinie setzen

    Untergrund auf Tragfähigkeit und Ebenheit prüfen, lose Altbeschichtung entfernen. Sockelschiene waagerecht ausrichten — sie gibt die Linie für alles Weitere.

  2. Platten kleben und dübeln

    Dämmplatten im Verband und dicht gestoßen aufkleben, Fugen mit Dämmstoff schließen. Nach der Standzeit dübeln, Teller bündig, nicht eingedrückt.

  3. Armieren

    Spachtelmasse auftragen, Armierungsgewebe überlappend einbetten und überspachteln. Eckwinkel an den Laibungen, Diagonalarmierung an den Fensterecken.

  4. Grundieren und Oberputz

    Nach dem Durchtrocknen grundieren, dann Oberputz in der gewählten Struktur aufziehen und abreiben. Sockel und Anschlüsse zum Schluss.

Wann das ansteht

Typische Fälle.

Vier Situationen, in denen genau diese Arbeit gefragt ist. Wenn Ihre nicht dabeisteht, heißt das nicht, dass sie nicht passt — fragen Sie.

Altbau mit hohen Heizkosten

Ungedämmtes Mauerwerk aus den Siebzigern, die Heizung läuft durch. Vollwärmeschutz in passender Stärke, auf Fenster und Bestand abgestimmt.

Neubau nach dem Rohbau

Die Dämmstärke steht aus dem Energienachweis fest. Dämmung, Armierung und Oberputz laufen als ein Gewerk bis zur fertigen Fassade.

Mehrfamilienhaus mit Gerüst

Verwaltung oder Eigentümergemeinschaft hat die Maßnahme beschlossen. Große Flächen, viele Anschlüsse an Balkonen und Laibungen, abschnittsweise abgearbeitet.

Anbau soll zum Bestand passen

Der neue Gebäudeteil wird gedämmt, der alte bleibt. Struktur und Farbton werden am Bestand abgenommen, damit der Übergang nicht auffällt.

Fragen zu Vollwärmeschutz

Das werde ich dazu oft gefragt.

  • Das hängt am vorhandenen Wandaufbau und am Ziel. Eine ungedämmte Massivwand braucht deutlich mehr als eine Wand mit Luftschicht. Kommt eine Förderung ins Spiel, gibt sie eine Dämmleistung vor, die erreicht werden muss. Ich schaue mir die Wand an und lege die Stärke danach fest, nicht auf Verdacht.

  • Eher umgekehrt. Schimmel entsteht dort, wo warme Raumluft auf eine kalte Wandoberfläche trifft. Eine außen gedämmte Wand ist innen wärmer, damit sinkt genau dieses Risiko. Voraussetzung ist ein sauberer Aufbau ohne Wärmebrücken an Laibungen und Rollladenkästen — und dass weiter gelüftet wird, weil das Gebäude danach dichter ist.

  • In vielen Fällen ja. Der alte Untergrund muss tragfähig sein und die Last aufnehmen können. Ich prüfe mit einer Abreißprobe, ob der vorhandene Putz und Anstrich halten. Kreidende oder hohl liegende Flächen müssen vorher herunter, sonst hängt das ganze System an einer Schicht, die selbst nichts trägt.

  • Die wandern mit. Durch die neue Aufbaudicke werden die Laibungen tiefer, deshalb bekommen sie eine dünnere Laibungsdämmung und einen sauberen Anschluss mit Anputzleiste und Dichtband. Fensterbänke werden gegen längere getauscht, weil sie über die Dämmung hinausragen müssen. Außenleuchten, Steckdosen und Briefkasten werden aufgefüttert.

Einsatzgebiet

Vollwärmeschutz in Ihrer Nähe

Der Betrieb sitzt in Merzig, gearbeitet wird im Umkreis von 60 km. Diese Orte fragen die Arbeit besonders häufig an:

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